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Matthias Teeg, 25. Januar 2024

Tipps für Meditation und Gedankenreise

Meditation

Meditation und Gedankenreise

… diese Praktiken faszinieren die Menschen schon seit Jahrtausenden. Doch waren Meditation und Gedankenreisen für die Menschen noch nie so wertvoll, wie heute. Stress, Lärm, Veränderungen in atemberaubendem Tempo – das alles schreit nach Ausgleich. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen für meditative Praktiken begeistern und diese anwenden.

Der Haken an der Sache:

Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung davon, was er unter Meditation versteht.

Damit wir eine gemeinsame Sprache sprechen, ist hier meine:

Was ist eine klassische Meditation?

Klassische Meditation ist

„das unbewegte und gedankenfreie Verweilen in Stille zum Zwecke der inneren Reinigung“.

Anders gesagt:

Es geht darum, dass du eine Zeit lang auf jegliche Gedanken und Denkprozesse verzichtest und damit deinem Geist die Gelegenheit gibst, sich von nutzlosen Gedanken und Gedankenfragmenten zu befreien, zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen kann.

Es ist die Übung des Nicht-Tuns und Nicht-Denkens.

Kennzeichen:

1. Du bist vollkommen inaktiv und verzichtest für den Moment darauf, irgendetwas erreichen zu wollen.

2. Dein Körper ist präsent, du bist hellwach und dein Geist ist vollkommen in der Realität.

Was ist eine Gedankenreise?

Eine Gedankenreise ist eine meditative Praxis, jedoch im Gegensatz zur klassischen Meditation ein geistiger, meist sehr intensiver Prozess.

In deiner Vorstellung verlässt du dein reales Hier und Jetzt und „reist“ an einen anderen Ort oder in eine andere Situation.

Es ist eine mentale Aktivität, bei der du deine Gedanken nutzt, um dich in eine andere Umgebung oder in eine Erfahrung hineinzuversetzen, ohne physisch dort zu sein. 

Eine Gedankenreise kannst du in verschiedenen Kontexten nutzen, zum Beispiel, um zu entspannen, um kreative Ideen zu entwickeln oder auch um Probleme zu lösen. 

Dieser Prozesse findet in einem geschützten geistigen Umfeld statt, in dem es das Problem, das es in der Realität zu lösen gilt, nicht gibt. So wird der gedankliche Blick frei für neue Lösungsansetze, die dann, zurück in der Realität, umgesetzt werden können.

Kennzeichen:

1. Du bist in einem aktiven geistigen Prozess und verfolgst ein konkretes Ziel.

2. In deinen Gedanken bist du in einer nicht realen Vorstellungswelt, während dein Körper im Hier und Jetzt ruht.

Die 5 wichtigsten Sparten von Gedankenreisen, die du kennen solltest

1. Entspannung und Stressabbau:

Durch das Eintauchen in eine angenehme Vorstellungswelt kann sich dein Geist beruhigen und Spannungen abbauen. Es hilft dir dabei, den Stress des Alltags hinter dir zu lassen und eine mentale Auszeit zu nehmen.

2. Kreativität steigern:

Gedankenreisen können deine Kreativität anregen, da sie den Geist von den (scheinbaren) Beschränkungen des Alltags befreien. Dadurch, dass du dir unkonventionelle Szenarien und Lösungen vorstellst, kannst du neue Ideen gewinnen und innovative Denkansätze fördern.

3. Selbstreflexion und Selbsterkenntnis:

Bei einer Gedankenreise hast du die Möglichkeit, dich selbst und deine eigenen Gedanken genauer zu betrachten. Du kannst dir vorstellen, wie du in bestimmten Situationen reagierst und wie du gern reagieren würdest. Dadurch entwickelst du ein besseres Verständnis für deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele. Gleichzeitig beginnst du, die Entwicklung deiner Persönlichkeit in deren Richtung zu lenken.

4. Emotionen regulieren:

Durch das Eintauchen in positive und angenehme Vorstellungen kannst du positive Emotionen wie Freude, Liebe oder Glück verstärken. Auf der anderen Seite kannst du dich auch mit negativen Emotionen, wie Angst oder Stress, im geschützten Umfeld deiner Vorstellungswelt konfrontieren und lernen, diese zu überwinden und zu kontrollieren.

5. Verbesserung der Fähigkeit, Probleme zu lösen:

Gedankenreisen können dir helfen, alternative Perspektiven und Lösungswege zu erkunden. Indem du verschiedene Szenarien durchspielst, kannst du deine Fähigkeiten zur Problemlösung verbessern und neue Herangehensweisen entwickeln.

Wie bereitest du dich auf eine Meditation oder Gedankenreise vor?

So wählst den richtigen Platz

Grundsätzlich gilt: „Der beste Platz, um zu meditieren oder sich auf eine Gedankenreise zu begeben ist der, an dem du gerade bist“.
Aber Vorsicht! Tatsächlich schaffen es nur sehr erfahrene Praktiker*innen, an wirklich jedem Platz zu praktizieren, egal ob es ruhig und entspannt oder laut und hektisch um sie herum ist.

Deshalb mein Tipp:
Mach dir die Übung nicht schwerer als sie ist. Wähle einen Platz, an dem du dich wohl und sicher fühlst und für die Zeit deiner Gedankenreise ungestört bist.

Bist schon geübt genug, um jeglicher Ablenkung zu widerstehen?
Signaltöne vom Smartphone, Verkehrslärm, das Klingeln an der Haustür, diskutierende Menschen, bellende Hunde … Alles, was dein Geist für gefährlich oder interessant hält, kann ihn ablenken und damit deine Meditation oder Gedankenreise abrupt zum Scheitern bringen.

Ablenkungen, vor allem Geräusche, waren schon immer eine Herausforderung. Nicht umsonst ziehen sich selbst erfahrene Zen-Mönche, die eine sehr anspruchsvolle Meditationsform praktizieren und echte Meister darin sind, gern einmal in die Stille zurück.

Es ist also völlig legitim, wenn du für deine Meditation oder Gedankenreise alle Ablenkungen, die auszuschalten kannst, ausschaltest und alle Störungen die fernhalten kannst, auch fernhältst.

Achte auch auf ein „entspanntes“ Sichtfeld. To-Do-Listen, Kalender, Aktenordner und ganz besonders Uhren sind absolute Feinde deiner Meditation oder Gedankenreise.

Doch auch, wenn die Praxis Disziplin erfordert, darfst du dich wohlfühlen dabei.
Am Tag ein frischer Blumenstrauß, am Abend eine Kerze, ein angenehmer Duft – all das kann dir das Praktizieren erleichtern.
Bist du im Freien, richte deinen Blick in die Ferne oder, wenn es abends ist, zum Sonnenuntergang am Horizont.

Welche Kleidung ist für deine Meditation oder Gedankenreise geeignet?

Wähle Kleidung, die sehr bequem ist und in der du dich so richtig wohlfühlst.

Vielleicht denkst du jetzt, es ist doch egal, was ich zum Meditieren anziehe. Doch berücksichtige bei der Auswahl, dass du deine Übung gern ungestört zu Ende führen möchtest und nicht von einer kneifenden Hose oder einem kratzenden Oberteil abgelenkt werden willst.

Welche Haltung ist für deine Meditation oder Gedankenreise die Beste?

Du kannst dich in verschiedenen Körperhaltungen auf eine Meditation oder Gedankenreise begeben: im Stehen, im Sitzen, im Liegen und sogar im Gehen.

Meine Empfehlung:

Stehst du am Anfang deiner Praxis, bevorzuge eine sitzende Haltung. Wähle eine Sitzhaltung, die während der gesamten Dauer deiner Meditation oder Gedankenreise „unbewegt“ beibehalten kannst.

Meine 3 Favoriten:

Schneidersitz „Der angenehme Sitz“

Setze dich mit vor dir überkreuzten die Beine auf ein rundes Meditationskissen. Es sollte so hoch sein, dass Knie und Hüftgelenke auf einer Ebene sind.

Richte den Oberkörper deiner Natur entsprechend auf. Lass deine Wirbelsäule „in den Himmel steigen“, deine Schultern entspannen und deinen Kopf schweben. Dein Blick leicht gesenkt oder geht waagerecht in die Ferne. Er fixiert nicht, er beobachtet nicht.

Lege deine Hände für eine geschlossene Armhaltung wie zwei Schalen ineinander. Deine Unterarme kannst du auf den Beinen ablegen. Alternativ kannst du mit den Händen auch das Juwel der Heilung bilden oder die Ringfinger-Daumen-Haltung nutzen.

Bevorzugst du eine offene Armhaltung, lege die Hände auf den Kein ab. Richte die Handflächen nach oben aus. Unterstützen kannst du dabei auch die Spitzen von Daumen und Zeigefinger zusammenlegen. Diese energielenkende Haltung fördert innere Ruhe und Konzentration.

Fersensitz „Der Diamantsitz“

Knie dich dafür auf den Boden und setze dich direkt auf deine Füße. Alternativ kannst du dir auch ein rundes Meditationskissen zwischen die Beine klemmen und dich daraufsetzen oder eine Meditationsbank nutzen.

Du kannst deine Fußgelenke entlasten, indem du auf einer Meditationsmatte oder einem weichen Untergrund praktizierst.

Richte den Oberkörper deiner Natur entsprechend auf. Lass deine Wirbelsäule „in den Himmel steigen“, deine Schultern entspannen und deinen Kopf schweben. Dein Blick leicht gesenkt oder geht waagerecht in die Ferne. Er fixiert nicht, er beobachtet nicht.

Lege deine Hände für eine geschlossene Armhaltung wie zwei Schalen ineinander. Deine Unterarme kannst du auf den Beinen ablegen. Alternativ kannst du mit den Händen auch das Juwel der Heilung bilden oder die Ringfinger-Daumen-Haltung nutzen.

Bevorzugst du eine offene Armhaltung, lege die Hände auf den Kein ab. Richte die Handflächen nach oben aus. Unterstützen kannst du dabei auch die Spitzen von Daumen und Zeigefinger zusammenlegen. Diese energielenkende Haltung fördert innere Ruhe und Konzentration.

Stuhlsitz „Der Ägyptische Sitz“

Setze dich auf einen Stuhl, einen Hocker oder eine Bank. Deine Füße sind parallel nebeneinander und haben guten Bodenkontakt. Deine Knie bilden möglichst einen rechten Winkel. 

Richte den Oberkörper deiner Natur entsprechend auf. Lass deine Wirbelsäule „in den Himmel steigen“, deine Schultern entspannen und deinen Kopf schweben. Dein Blick leicht gesenkt oder geht waagerecht in die Ferne. Er fixiert nicht, er beobachtet nicht. 

Lege deine Hände für eine geschlossene Armhaltung wie zwei Schalen ineinander. Deine Unterarme kannst du auf den Beinen ablegen. Alternativ kannst du mit den Händen auch das Juwel der Heilung bilden oder die Ringfinger-Daumen-Haltung nutzen. 

Bevorzugst du eine offene Armhaltung, lege die Hände auf den Kein ab. Richte die Handflächen nach oben aus. Unterstützen kannst du dabei auch die Spitzen von Daumen und Zeigefinger zusammenlegen. Diese energielenkende Haltung fördert innere Ruhe und Konzentration.

Im Liegen praktizieren

Idealerweise liegst du auf dem Rücken, so flach wie möglich, jedoch auch so, dass du dich während deiner Meditation oder Gedankenreise nicht bewegen musst.
Deine Beine sind gestreckt. Die Füße haben etwas Abstand zueinander und fallen nach außen.
Deine Arme liegen gestreckt neben dem Körper und die Handflächen nach oben ausgerichtet.

Eine Alternative ist die „halb-liegende Position“. Dafür stellst du im Liegen deine Beine an, sodass die Knie einen rechten Winkel bilden. Deine Füße stehen gut hüftbreit auseinander, haben guten Bodenkontakt und sind leicht nach innen gedreht.

Im Stehen praktizieren

Du stehst übungsbreit. Dein Gewicht verteilst du gleichmäßig in beiden Füßen. Deine Knie sind leicht gebeugt. Dein Rücken ist deiner Natur entsprechend aufgerichtet. Deine Schultern sind entspannt. Dein Kopf ist schwebend aufgerichtet. Du bist weder nach vorn noch nach hinten geneigt. Dein Blick leicht gesenkt oder geht waagerecht in die Ferne. Er fixiert nicht, er beobachtet nicht.
Lege deine Hände mit den Laogong-Punkten übereinander auf dein Zentrum. Alternativ kannst du mit den Händen auch das Juwel der Heilung bilden oder die Ringfinger-Daumen-Haltung nutzen.

Viel Freude beim Üben!

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