Matthias Teeg, 19. Februar 2023

Die 5 Wandlungsphasen – Das Frühjahr

Das frühjahr

Die Welt sieht grün …

… im Frühjahr, und ganz besonders am 17. März. Denn an diesem Tag ist Patrick’s Day, ein irischer Gedenktag, der mittlerweile auf der ganzen Welt mit fröhlichen und friedvollen Partys gefeiert wird. 

Das Wichtigste dabei: Alles ist grün! 

Gefährlich lebt, wer an diesem Tag kein Grün trägt. Der Tradition entsprechend ist es in Ordnung, nicht grün dekorierten Personen Hiebe zu verpassen. 

Grüne Speisen und Getränke – Klingt zwar nach Smoothie und Salat, wird aber tatsächlich mit viel Lebensmittelfarbe realisiert. 

Whiskey trinken, natürlich keinen Scotch, aber immer mit einem grünen Kleeblatt im Glas. 

Kleeblätter versendet, wer an diesem Tag nicht bei seinen Liebsten sein kann. 

Zurückzuführen ist dieser Tag auf den heiligen St. Patrick, der im 5. Jahrhundert „die Schlangen aus Irland vertrieben“ haben soll. Bis heute gilt er als Schutz- und Nationalheiliger der Iren. Verbürgt weiß man allerdings recht wenig über ihn. 

Fest steht jedenfalls, dass dieser 17. März fast genau auf den Höhepunkt der Wandlungsphase „Frühjahr“ fällt. Die ist noch grüner, als der grünste Patrick’s Day, und das ganz ohne Lebensmittelfarbe.

Die Wandlungsphase Frühjahr beginnt bereits am 14. Februar und endet am 28. März. Um diesen Zeitraum wirklich zu verstehen, legen wir am besten das westliche Denken bei Seite und betrachten uns das durch die „alt-chinesische“ Brille:

Die chinesische Sprache ist sehr bildhaft. Ganz das Gegenteil zu unserer gewohnten absoluten Ausdrucksweise. Spricht man aus chinesischer Sicht vom Frühjahr oder auch vom Morgen, ist nicht die Jahres- oder Tageszeit gemeint, sondern der Beginn eines neuen Abschnittes.

Das Frühjahr gehört dem Element „Holz“. Am besten können wir das „Holz“ verstehen, wenn wir uns einen Baum betrachten.

Von den Bäumen können wir etwas sehr Wertvolles lernen:
Nur wer einen festen Stand hat und trotzdem beweglich ist, überlebt die starken Stürme.

Der Atem der Bäume schenkt uns das Leben.

Im Frühjahr schlagen die Bäume aus, sind voller Energie und machen ihrem Ruf als expansive Kraft alle Ehre.

Genau so will sich bei uns Menschen die Qi-Energie neu entfalten, nach oben steigen und uns aufrichten. Es ist die Zeit des Aufbruchs, Neubeginns und des Wachstums. Körper und Geist möchten nach der Zeit des Rückzugs im Winter wieder aktiv werden. Wir wollen uns lebendig und leicht fühlen und neue Ideen umsetzen.

Im Frühjahr sind die Bäume voll mit frischem Saft. Auch unser Stoffwechsel möchte jetzt wieder in Schwung kommen. Dafür bedarf es einem gründlichen Frühjahrsputz in Körper und Geist. Hauptakteure dabei sind Leber und Gallenblase.

Die Leber sorgt dafür, dass Giftstoffe, oder „das Alte und Schwächende“, wie es die alten Chinesen sagen würden, aus unserem Blut ausgeleitet werden. Gleichzeitig reichert sie Blut mit neuer Qi-Energie an, die wir aus Nahrung, Atemluft und Sonnenstrahlen gewinnen. Die Leber spielt damit eine Hauptrolle für den harmonischen Fluss der Qi-Energie und das Gleichgewicht in unserem Körper.

Die Gallenblase arbeitet mit der Leber Hand in Hand. Sie nimmt ihr Entscheidungen ab und unterstützt sie, wo sie nur kann. Ein geniales Team, die Beiden. 

Im Frühjahr entfalten sich die Bäume und genießen ihren Freiraum. Was hat das mit Leber und Gallenblase zu tun? Sie haben ihre Hochphase. Besonders jetzt reagiert die Leber empfindlich auf Enge, Anspannung und Druck. Deshalb wünscht sie sich, dass wir unsern Körper jetzt mehr bewegen. Geistig sollen natürlich auch aktiv werden, indem wir unsere Pläne wirklich umsetzen. Damit geben wir der Leber den Freiraum, den sie braucht, erleichtern ihrer „Managerin“ Gallenblase die Arbeit und können selbst als Persönlichkeit wachsen.

Im Frühjahr erneuern die Bäume ihr Flexibilität. Was heißt das für uns Menschen? Für die Flexibilität unseres Körpers sind Muskeln und Sehnen verantwortlich. Sie brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit. Doch auch unseren Nägeln tut etwas Extra-Pflege sehr gut.

Unser Geist gewinnt an Flexibilität, wenn wir jetzt ungeliebte Gewohnheiten durchbrechen und eingefahrene Routinen ändern.

Im Frühjahr werden die Bäume grün. Sieht gut aus, oder? Nicht umsonst steht die Farbe Grün für Gesundheit. Tatsächlich tut das frische Grün unserer Seele und unseren Augen gut. Ein echter Jungbrunnen nach dem Grau des Winters.

Doch auch unser gesamter Körper sehnt sich nach Frische. Deshalb sollten wir möglichst viel „Grünes“ auf unseren Tellern vereinen. Junge frische Kräuter, Sprossen und Keimlinge versorgen uns mit geballter Lebenskraft und schwemmen überschüssige Salze aus dem Körper aus.

Wusstest du, dass die Ursache für Lebererkrankungen oft ein aufgezwungener Lebensstil oder der Verzicht auf den eigenen Lebensweg aus Rücksicht auf Andere ist?

Das heißt: Leber und Gallenblase brauchen die Freiheit. Sind sie eingeengt, äußert sich das in Wut, Zorn und Ärger.

Wen wundert es also, dass Leber und Galle das Saure lieben. Sauer macht ja bekanntlich lustig. Und somit wird klar, warum „sauer“ der Geschmack des Frühjahrs ist. 

Bei allem, was wir für die Wandlungsphase „Frühjahr“ tun, sollen wir eines nicht aus den Augen verlieren: Es ist nicht die Masse, die den Erfolg bringt, sondern die Balance. Oder, wie es die Chinesen sagen würden: „Geh den Weg der goldenen Mitte“.

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